Las Vegas vor dem Mega-Streik?

Las Vegas vor dem Mega-Streik?

Las Vegas vor dem Mega-Streik?

Las Vegas vor dem Mega-Streik?

Die Culinary Wokers Union vertritt Hotelangestellte in Las Vegas und ist die größte Gewerkschaft im US-Bundesstaat Nevada. Seit sieben Monaten wird mit MGM Resorts, Caesars Entertainment und Wynn Resorts verhandelt. Neben erheblichen Lohnsteigerungen geht es auch um die Sicherheit der Mitarbeiter in den Casinos – bisher ohne Ergebnis.

35.000 Hotelangestellte drohen mit Streik

Die Gewerkschaft vertritt 53.000 Arbeiter in Las Vegas, von denen 35.000 von einem Streik gegen die drei Casinounternehmen betroffen wären. Die Gewerkschaft fordert einen neuen Fünf-Jahres-Vertrag und hat in einer kürzlichen Abstimmung mit 95% für einen Streik gestimmt. Der Streik wird, sofern sich bis dahin nichts bewegt, ab dem 10. November stattfinden, was sich auf den Betrieb der Casinos während des Formel-1-Rennens Las Vegas Grand Prix vom 16. bis 18. November auswirken könnte.

Dass es sich dabei nicht um leer Drohungen handelt, haben zahlreiche Arbeiter bereits mit kleineren Streiks und Protesten klar gemacht. Bei einem Sitzstreik auf dem Vegas Strip am 25. Oktober wurden 75 Gewerkschaftsmitglieder verhaftet. „Wir haben uns monatelang auf einen Streik vorbereitet und alles gesammelt, was wir brauchen, um an jedem Casino eine 24/7-Streikposten aufrechtzuerhalten“, erklärte Gewerkschaftsfunktionär Ted Pappageorge.

Formel 1 verlangt zusätzliche Gebühren von den Casinos

Die 18 von MGM, Caesars und Wynn betroffenen Casinos befinden sich zu einem großen Teil im Herzen des Las Vegas Strip, darunter das Aria, das Bellagio, MGM Grand, Caesars Palace, Paris und Wynn, um nur einige zu nennen.

Ein Arbeitsausstand wäre letztlich die Fortsetzung lange anhaltender Kontroversen rund um das Mega-Ereignis Formel 1. Die Planung und der Bau der Rennstrecke beeinträchtigen den Strip seit Monaten, und die an der Strecke gelegenen Casinos sehen ihre Einnahmen dadurch auf vielfache Weise gefährdet. Noch dazu machen die F1-Rennveranstalter Druck. Sie verlangen zusätzliche Gebühren von den Casinos, drohen andernfalls mit einer Beeinträchtigung der Sicht auf das Rennen durch Sichtbehinderungen.

Author: Adam Martin