Umbau soll historische Fassade in Vordergrund rücken

Umbau soll historische Fassade in Vordergrund rücken

Baden

Neues Foyer mit filigraner Glasfront: Umbau soll historische Fassade des Grand Casino Baden wieder in den Vordergrund rücken

Laut einem aufliegenden Baugesuch erfordert die Neukonzessionierung des Casinos Umgestaltungen. So sehen die Pläne aus.

Das Grand Casino Baden soll ein neues Foyer erhalten.

Das Grand Casino Baden soll ein neues Foyer erhalten.

Bild: Philipp Zimmermann

Erst vor wenigen Wochen erhielt das Grand Casino Baden vom Bundesrat eine Konzessionierung für weitere 20 Jahre. Wie ein bei der Stadt Baden aufliegendes Baugesuch zeigt, «erfordert diese aus Sicht des Betriebs auch bauliche Umgestaltungen», schreibt das Casino im Beschrieb, der dem Baugesuch beiliegt.

Die heutige Situation beinhalte einige Ergänzungen und Anbauten, welche die historische Substanz «teilweise verunklärt» hätten. Der Umbau sei eine Gelegenheit, das historische Gebäude nicht nur zu «bewahren», sondern in einigen Teilen wieder näher an seinen «ursprünglichen, prachtvollen Ausdruck» zu bringen.

Der Schwerpunkt der Pläne liegt auf dem Foyer und dem Eingangsbereich der Spielbank. Die Geschichte des Hauses und die sich verändernden Anforderungen an die Nutzung seien die beiden wichtigsten Aspekte bei der Planung.

Das neue Eingangsfoyer soll repräsentativer werden als das bisherige. Es soll «nicht nur als schlichter Durchgangsbereich erlebt werden», sondern ein Treffpunkt und Raum für Unterhaltung und kulturelle Interaktion sein.

Das Foyer, das aktuell verschiedene Ebenen besitzt, soll nach dem Umbau nur noch eine Ebene haben und damit barrierefrei werden. Weiter soll die heutige, «sehr steil geknickte» Überdachung durch ein flaches Dach ersetzt werden. Die dadurch entstehende neue, durchgehende Raumhöhe beziehe sich auf die historische Fassade und orientiere sich an dieser. Gegen den Vorplatz hin kommt eine «filigrane» Glasfront zu stehen, welche dem Eingang ein neues Gesicht gebe.

Ebenfalls betont werden soll die historische Fassade des Casinos mit den seitlichen Ornamenten durch eine undurchsichtige Verglasung. Bestehen bleiben sollen die Treppenhäuser in Sichtbeton – sie werden aber mit einer opaken Verglasung in die neue Fassade integriert. Eine klare Abgrenzung zum oberen, historischen Teil des Gebäudes bildet in den Plänen ein durchlaufendes Vordach.

Neu werden laut den Plänen die Besucher von einer Treppenanlage mit beidseitig sanft ansteigenden Rampen vom Vorplatz in das Haus geführt. Und die heutige Drehtür soll durch einen «klassischen» Windfang ersetzt werden. Dieser soll auch bei grösserem Besucheraufkommen einen reibungslosen Personenverkehr ermöglichen.

Diese Zeitung hat beim Casino nachgefragt, welche sich verändernden Anforderungen der Umbau neben der Barrierefreiheit noch berücksichtigen soll. Ebenfalls wollte diese Zeitung wissen, inwiefern die Neukonzessionierung den Umbau bedinge, wie das Casino schreibt. «Das Umbau-Projekt befindet sich aufgrund der kürzlich erfolgten Konzessionserteilung noch in der Frühphase. Das bedeutet, dass gerade jetzt viele Details im Hintergrund noch konkretisiert und festgelegt werden», so die Antwort.

Author: Adam Martin